SoluWaTree, aktiver Klimaschutz vor den Toren des Mount Everest

Aller guten Dinge sind drei – nach den Projekten Climate Smart Village in Indien und Nepal folgt nun SoluWaTree: das neue AEIN Klimaschutzprojekt wurde kurz vor dem COVID-19 Ausbruch durch das Umweltministerium im Rahmen des internationalen Klimafonds genehmigt. Aber auch Nepal legt derzeit eine Zwangspause ein: die Corona-Krise hat längst auch die Himalaya-Region erreicht. Der geplante Projektbeginn wurde somit vorerst auf Oktober verschoben.

Die Projektregion befindet sich einen Steinwurf vor den Toren des Mount Everest: das Klimaschutzprojekt konzentriert sich auf eine wenig entwickelte Region des Distrikts Solukhumbu – verarmte Bevölkerungsgruppen, Landflucht, stillgelegte Ackerflächen und Kahlschlag breiter Landstriche fernab von Tourismus. Nur wenige Dienstleistungen der Regierung reichen bis hierher. Das Projekt arbeitet sowohl mit lokalen Regierungsstellen als auch mit Kleinbauern und Kleinbäuerinnen. Im Mittelpunkt steht die Anpassung an den Klimaschutz und die Verbesserung der Lebenssituation der ländlichen Bevölkerung durch Wiederherstellung natürlicher Ökosysteme als Lebensgrundlage. Wo Menschen von Subsistenzwirtschaft leben, zählt Waldnutzung zu einem Baustein ländlicher Lebensgrundlagen. Die Haushalte hier nutzen diversifizierte Strategien zur Einkommensgenerierung und verwenden auch Produkte, die direkt aus Wäldern stammen. Sie nutzen den Wald – mal mehr und mal weniger intensiv, oft auch aufgrund mangelnder Waldbewirtschaftungskenntnisse, verbunden mit Langzeitschäden, wie sich unschwer an der Mosaik-Waldlandschaft erkennen lässt. Durch den Straßenbau begünstigte Erdrutsche ziehen zudem tiefe Risse in die Landschaft. So musste vor einigen Jahren ein ganzes Dorf umgesiedelt werden.

Das Klimaschutzprojekt ist auf folgende Ziele ausgerichtet:

  • die Vergrößerung der Waldflächen auf öffentlichem und privatem Gelände durch Anpflanzung lokaler Baumarten, durch das Pflanzen von Futterbäumen als Grundlage für die lokale Viehwirtschaft. Zudem soll der Anbau von Heil- und Gewürzpflanzen (MAPs) die Einkommenslage der Lokalbevölkerung verbessern mit positiver Rückkopplung auf eine nachhaltige Bewirtschaftung von Wäldern,
  • die Verbesserung der Wasserwirtschaft anhand von Sanierungsmaßnahmen von natürlichen und künstlich angelegten Wasserstellen, durch den Schutz von natürlichen Wasserquellen sowie der Ausbau von Bewässerungsanlagen für den lokalen Reisanbau.

 

Durch die aktive Einbindung und Sensibilisierung der 17 lokal ansässigen Waldnutzergruppen, der Lokalbevölkerung, gezielt ausgerichtet auch auf Frauen und die Schwächsten der Schwachen soll längst Verlerntes wiederbelebt werden, um so die Ökosysteme „Wald & Wasser“ mit den landwirtschaftlichen Aktivitäten wieder in Einklang zu bringen.

Zur Langzeitsicherung der geplanten Aktionen wird zudem die Lokalpolitik bei der Ausarbeitung eines lokalen Aktionsprogrammes zur Anpassung an den Klimawandel (LAPA) und dessen langfristige Verankerung im Gemeindehaushalt unterstützt. Im Mittelpunkt steht ein partizipativer Prozess durch enge Einbindung der lokalen Bevölkerungsgruppen, sich stützend auf professionelle Hilfe der Partnerorganisation ARD und externer Fachexperten. Angestrebt wird zudem die offizielle Auszeichnung von zwei “Climate Smart Villages”.

Zur Sicherung des Fortbestandes der Aktivitäten und damit das Projekt möglichst schnell, im wahrsten Sinne des Wortes, Früchte trägt (Bäume wachsen bekanntlich langsam), konnte die Lokalregierung davon überzeugt werden parallel dazu erhebliche Investitionen in eine klima- und umweltschonende Landwirtschaft zu tätigen. Das Gebiet soll als biologisches Anbaugebiet für Obst zu neuem wirtschaftlichen Aufschwung gelangen. Eine Win-Win Situation für alle!

Die Kleinbauernfamilien beim Aufbau eines stabilen Existenzfundaments zu unterstützen und dabei gleichzeitig im Einklang mit der herrlichen nepalesischen Natur zu agieren und den negativen Impakt des Klimawandels abzufedern – darin gipfelt dieses Projekt vor den Toren des Mount Everest!

COVID zeigt uns einmal mehr, dass Bäume nicht in den Himmel wachsen und dass jeder drei Mal täglich einen Landwirt braucht.

Der Gesamtprojektbetrag (3 Jahresprojekt) beläuft sich auf 331.000 EUR. 90% des Budgets werden über den Luxemburger internationalen Klimafonds finanziert, und die restlichen 31.000 EUR muss AEIN durch Spenden aufbringen.

Werden Sie Teil dieses Projekts und unterstützen Sie uns bei der Anpflanzung von 200.000 Baumsetzlingen und bei den Sanierungsmaßnahmen von 24 Wasserstellen. Danke!

Mit einer Spende können Sie dazu beitragen:

  • Anpflanzung von 120 Bäumen – 20 Euro
  • Anpflanzung von 360 Bäumen – 60 Euro
  • Anlegung einer künstlichen Wasserstelle – 250 Euro
  • Ausbau einer Bewässerungsanlage – 1‘600 Euro

Au das Konto von AEIN: CCPL IBAN LU03 1111 0367 5084 0000, mit dem Vermerk „SoluWaTree Projekt“.

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